In ihrer Schule hat niemand Gabriella so recht verstanden, ja, man gestand ihr nicht mal eine Rolle im Schul-Musical zu. Also tat sie sich mit ein paar Jungs von einer anderen Schule aus einem anderen Teil von Melbourne zusammen und begann mit den Proben in der Garage ihres Schlagzeugers. Sie spielten Coverversionen von Jet, Songs von Led Zeppelin oder Kings of Leon, und das war auch alles schön und gut; so richtig ins Rollen kamen die Dinge jedoch erst, als sie bei einem kleinen Lokalfestival das Mikrofon in die Hand nahm. „Es war bei diesem italienischen Fest, so eins, wo die Rentner ihre Weine verkaufen, und ich sang `Jumpin’ Jack Flash´. Normalerweise treten da eher Opernsänger auf. Und dann kam ich also auf die Bühne, und den Leuten im Publikum stand sofort ins Gesicht geschrieben: `Hä? Was ist jetzt denn los?!´“
Ein Jahr später tritt sie zum ersten Mal in einem Londoner Club auf. Sie lächelt zwischen ihren Songs, wirkt ein wenig nervös, aber als sie „Sweet About Me“ singt, explodiert sie regelrecht vor den Augen der Anwesenden. Sie singt und gibt sich so, als hätte sie das Leben schon bis ins letzte Detail durchschaut, als hätte sie tatsächlich alles schon gesehen, was es auf diesem Planeten zu sehen gibt.
„Mein Dad mochte Blondie. Meine Mutter war der größte Fan von The Sweet. Und meine Onkel spielten in einer Garage-Band, insofern bin ich mit jeder Menge Musik aufgewachsen. Ich bin im selben Teil von Melbourne groß geworden wie AC/DC. Die hatten früher in der Nähe von meiner Schule ihren Proberaum.“
Nun hatte die junge Musikerin, die als 3-Jährige zu Shaggys „Oh Carolina“ getanzt und mit sieben ihre erste LP (von Silverchair) gekauft hatte, also ganz beiläufig erstes Aufsehen erregt. Jemand von Mushroom hatte beim besagten Italien-Fest im perplexen Publikum gestanden und war gelinde gesagt ziemlich angetan von ihrem stimmlichen Talent. Kurze Zeit später war sie bereits bei Island Records unter Vertrag und tat sich mit dem einzigartigen Brian Higgins zusammen, um gemeinsam an neuen Songs zu arbeiten.
Ihre Stimme kann man am besten als eine Mischung aus einem tierischen Knurren, gesanglicher Allmacht und der sonst für Jazz typischen Durchtriebenheit beschreiben – dazu sieht sie hinreißend aus. In Higgins’ idyllischem Studio in Kent, einem Haus, in dem einst Alice Liddell – die echte „Alice im Wunderland“ also – lebte, schrieb Gabriella dann an denjenigen Songs, die auf „Lessons To Be Learned“ landen sollten. „Der Song `Einstein´ zum Beispiel handelt von Dingen, die ich einfach nicht begreifen kann: Wie es z.B. sein kann, dass man Leute ins All schickt, während hier unten so viele kranke Kinder in den Krankenhäusern liegen.“
Auch „Sanctuary“ ist ein sehr persönliches Stück: „Wir haben mich dabei gefilmt, wie ich das Stück spiele, und dann haben wir den Clip bei YouTube veröffentlicht. Sofort meldete sich ein Freund von mir und sagte: `Hey, geht’s in dem Song um mich? Bin ich das in dem Stück?´ Und ich antwortete nur: `NEIN!´“ Traumatische Teenager-Erfahrungen, ungeschliffene Gedankengänge, unweigerlich gelernte Lektionen – das sind die thematischen Eckpfeiler von Gabriellas Musik. Einer ihrer ersten Songs hieß „Teenage Outrage“, Teenager-Ausschreitung also, und das bringt ihren Ansatz schon ziemlich gut auf den Punkt. Sie verbrachte ganze Tage im Studio, als es darum ging, die Single „Sweet About Me“ in ihre endgültige Form zu bringen: „Ich habe von Anfang gesagt, dass wir bei diesem Stück mit einer Mundharmonika arbeiten müssen. Und jetzt ist sie drauf!“ Abends hörte sie sich Alben von Cat Stevens an – „Momentan ist `Tuesday’s Dead´ mein absolutes Lieblingslied.“ –, und schaute immer wieder „Pocahontas“. Sie musste dabei jedes Mal weinen.
Gabriella hat mehr als nur verlängerte Ferien: Seit fünf Monaten ist sie nun schon in Großbritannien. „Ich habe die Aufgabe bekommen, einen Text darüber zu schreiben, welchen Einfluss die Musik auf Entwicklungen der Modewelt gehabt hat. Johnny Cash, der hat einmal weiß getragen, weißt du?! Und Prince und Adam & The Ants...“
Und was denkt sie über Pete und Kate?
„Ich glaube nicht, dass sie wie Johnny Cash und June Carter werden. Ich sehe sie nicht als Eltern einer Musikerfamilie – aber man weiß ja nie!“
Gabriella vermisst ihre Freunde, sie vermisst guten Kaffee, aber davon abgesehen meint sie „London ist cool“. „Ich habe letzte Woche erst Queens of The Stone Age gesehen. Ich fand den Big Day Out jedes Jahr super; am besten war das Jahr 2006, als die Stooges da waren. Aber es gibt noch so viele andere Sachen, die hier passieren. Zum Wetter muss ich jedoch sagen, dass es noch schlimmer als das in Melbourne ist.“ Mit dem abgehobenen Selbstvertrauen, das nur eine Teenagerin besitzen kann, der die Welt zu Füßen liegt, plant sie schon jetzt, was nach ihrer Karriere als Popstar kommt. „Ich sehe mich ein bisschen als Fotografin... aber bislang habe ich noch keine Preise gewonnen. Mal sehen, vielleicht kommt das ja eines Tages noch.“
Heißt das also, dass sie bislang noch nichts bereut? Den Umzug? Denkt sie denn nicht, dass sie besser in Australien geblieben wäre, um dort vielleicht ein Buch über den Weinanbau zu schreiben, so wie ihr Großvater es ihr schon immer ans Herz gelegt hatte? „Äh, nein. Mein Nonno zwingt mich immer dazu, seinen Wein zu trinken! `Der ist gut für dich´, sagt er dann. Er trinkt eigentlich nichts anderes. Aber weißt du was? Eigentlich schmeckt das Zeug wie Nagellackentferner!“
Nonnos Niederlage ist unser Glück. Gabriella ist schon jetzt ein Star. Euch werden die Kinnladen runterfallen. Ehrenwort.
Individueller Gitarrenpop, der durch wunderschöne, originelle Melodien und authentische Songideen, klar am Mainstream vorbei, direkt ins Ohr segelt - das ist Yes, Please! .
Seit 2008 ist das Quartett, bestehend aus Yannic (Gesang, Gitarre), Hajo (Bass), Golldi (Gitarre) und Olli (Drums), erfolgreich deutschlandweit unterwegs.
Live
begeisterten sie schon zum Beispiel beim "Simrock Charity Concert" im Rosenhof als Support von Pohlmann und zeigten vor allem eins: Sie haben es in ihrer kurzen Bandgeschichte geschafft, zu einer so musikalischen Einheit zu wachsen, wie man es nur selten hört.
Yes, Please! ist jetzt schon eine dieser Bands, bei denen man sich nach Live-Auftritten wundert, dass man versäumt hat, auch nur eine Minute darüber nachgedacht zu haben, ob sie gut waren oder tight spielten - sie nehmen den Zuhörer einfach mit auf einen musikalischen Trip, der nach Sommer und Lagerfeuer klingt - was, wie einem später klar wird, nur genau durch eines möglich ist: verdammt professionelles Zusammenspiel.
Seien es fröhliche Partynummern wie "Disco! Disko!" in der Yannic Günther seine Dancing Queen besingt oder melancholische Zeilen wie sie der Song "Where you are"
bietet, in dem es heißt: "But this could be our last goodbye. In this world we live and die." - Yes, Please! schwimmen gegen den Trend der Emobands und beweisen, dass man auch ohne tieftraurige Dramatik zu Tränen rühren und ohne Provokationen amüsieren kann.
Ehrlich klingt das Ganze, als würde Yannic Günther seine kleinen und großen Geschichten erzählen und hätte ganz zufällig drei erstklassige Musiker gefunden, die ganz genau wissen, wie das klingt. Mehr davon?
mehr zu Yes, Please! auf Myspace
SIMROCK BANDHISTORY
2008
POHLMANN
Im Jahr 2006 ging es los – Lange Zeit als „der Geheimtipp" aus Hamburg gehandelt, hat sich
POHLMANN. bereits 2006 binnen eines Jahres bis in die deutschen Charts gespielt. Die Debütsingle
„Wenn jetzt Sommer wär“ hat nicht nur die MediaControl Charts erobert, sondern war wochenlang in
den Airplaycharts ganz oben.
Klammheimlich hat der Überflieger POHLMANN. die Herzen der Nation erobert, denn über 60.000
Exemplare seines Debut-Albums „Zwischen Heimweh und Fernsucht“ gingen mittlerweile über die
Ladentische, ohne dass das Album selbst jemals die Charts gesehen hat.
POHLMANN. kann auf zahlreiche Erfolge und Ereignisse in 2006 zurückblicken:
Eine Nominierung für die 1Live Krone, eine nahezu ausverkaufte erste eigene Tour quer durch die
Republik, den Sommerhit des Jahres mit „Wenn jetzt Sommer wär“, über 150 Auftritte & Konzerte (u.a.
mit Revolverheld und Sasha), Rock am Ring & Rock im Park und zahlreiche Interviews mit den
deutschen Medienvertretern ... man könnte das stundenlang weiterführen und denken: der braucht eine
Pause.
Weit gefehlt – 2007 ging im gleichen Tempo weiter. POHLMANN. startete mit seinem Song „Mädchen
und Rabauken“ für Nordrhein-Westfalen beim Bundesvision Songcontest 2007.
Premiere feierte der Song am 30.01.2007 bei TV Total. Nach der großen „Wahlkampfreise“ quer durch
die Republik, erwartete ihn ein grandioser 5. Platz nach Oomph!, Jan Delay, MIA & Kim Frank am
09.02.2007 im Berliner Tempodrom – zum ersten Mal in der Geschichte des Contests hat POHLMANN.
als Künstler für Nordrhein-Westfalen auch aus seinem Bundesland die maximale Punktzahl bekommen.
Am 21. September 2007 veröffentlichte EMI Music Germany (Virgin) das zweite Album mit dem Titel
„Fliegende Fische“, welches in der ersten Woche direkt mit Platz 38 in die deutschen Charts einstieg.
Neben 2 weiteren eigenen Headliner-Touren und zahlreichen Auftritten (u.a. Rock am Ring, Rock im
Park), einer erneuten Nominierung für die 1Live Krone als „bester Künstler“, engagiert sich
POHLMANN. für das Trinkwasserprojekt „Viva con Agua de St. Pauli E.V.“, für welches er bei der
Eröffnungsgala im August 2007 gemeinsam mit den H-Blockx und Sasha im Schmidt’s Theater spielte.
Seinen „Rocker vom Hocker“, mit dem in einer Hamburger Kneipe damals alles begann, hat er
mittlerweile zu einem regelmäßigen Singer-/Songwriterabend mit hochkarätiger, wechselnder
Besetzung etabliert. Die erzielten Eintrittsgelder gehen zu Gunsten von „Viva con Agua“.
Anfang 2008 spielt er sofort eine erfolgreiche Zusatztour.
Ein großartiger Start ins neue Jahr.
Es wird nur wenige Sommerfestivals geben, bei denen POHLMANN. nicht auf dem Line-Up auftaucht.
Und wer POHLMANN. einmal live erlebt hat, weiß was passiert, wenn er die ersten Akkorde auf seiner
Akustik-Gitarre anschlägt, die ersten Zeilen singt und er im Handumdrehen die ungeteilte
Aufmerksamkeit des Publikums hat: Gespräche verstummen, es wird ungewöhnlich still und jeder hört
wohlwissend zu, weil uns der Junge da oben aus der Seele spricht, während er seine völlig entkleidet.
Link: www.pohlmann-music.de
FUGALO
Was da aus der Hauptstadt auf uns zukommt, sucht momentan seinesgleichen
im deutsprachigen Musikraum!
Gehören Sie im Osten und Süden der Republik bereits zur Elite ihres Fachs,
sind Sie bei uns zumeist doch nur Insidern bekannt. Ein echter Geheimtipp
also!!
Eine klare Linie im Songwriting machen Fugalo stilsicher und
unverwechselbar. Der Sound der Band kombiniert die Frische englischer
Bands mit der Direktheit alteingesessener Größen.
Manch einer mag sich beim Hören der vier Jungs aus Berlin an Größen wie
Franz Ferdinand erinnert fühlen.
Ihre erste Single "Helden" schoss im vergangenen Frühjahr bei so
etablierten Radiosendern wie Radio Fritz, N-Joy, Radio Jump, Dasding und
Sputnik in die Top10 der Hörercharts.
(Hörprobe Helden)
Ungemein gemein gibt dieser Song dem Hörer einiges auf die Lauschmuscheln!
Aber auch in den seichteren Gefilden der musikalischen Stratosphäre
überzeugen Fugalo auf voller Linie.
(Hörprobe Single)
Ehrliche Lyrics über Liebe, Verlust, und den Wahnsinn der modernen Welt
machen Fugalo zu einer sympathischen Band mit klarer Message und viel
Identifikationspotential.
Wer mehr über die Band erfahren möchte, der sollte einen Blick auf die
offzielle Homepage www.fugalo.com werfen oder ihnen einen Besuch
auf myspace unter www.myspace.com/fugalo abstatten.